Der Vagusnerv, auch als zehnter Hirnnerv bezeichnet, ist der längste und komplexeste Hirnnerv im menschlichen Körper. Der Vagusnerv hat eine Vielzahl von Funktionen im Körper. Eine seiner wichtigsten Funktionen ist die Regulation des Herz-Kreislauf-System
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Vagusnerv – so stimulierst du ihn und damit deine Gesundheit

Hallo liebe Leserin, hallo lieber Leser,

der Vagusnerv, auch als zehnter Hirnnerv bezeichnet, ist der längste und komplexeste Hirnnerv im menschlichen Körper. Er ist Teil des parasympathischen Nervensystems und spielt eine wichtige Rolle bei der Regulierung vieler Körperfunktionen, einschließlich des Herzens, der Lunge, des Verdauungssystems und der Stimme. Doch auch psychisch hat der Nerv viel Einfluss auf unser Wohlbefinden und unser Stresslevel. Lies hier, wie du die Aktivierung und Stimulierung des Nervs zur Steigerung deines Alltag-Wohlbefindens für dich nutzen kannst!

Schon gewusst?

Der Vagusnerv ist benannt nach dem lateinischen Wort „vagus“, was so viel wie „vagabundierend“ bedeutet, da er sich wie ein wandernder Nerv durch den Körper schlängelt. Der Vagusnerv ist der längste und komplexeste der Hirnnerven. Er entspringt im Hirnstamm und verläuft bilateral (auf beiden Seiten) nach unten durch den Hals, den Brustkorb und das Abdomen. Es gibt zwei Vagusnerven, den linken und den rechten, die sich entlang des Körpers in mehrere Äste aufspalten und verschiedene Organe innervieren.

Inhalt dieses Artikels:

Funktionen des Vagusnervs im Körper

Vagusnerv und der Einfluss auf den Kreislauf

Der Vagusnerv hat eine Vielzahl von Funktionen im Körper.
Eine seiner wichtigsten Funktionen ist die Regulation des Herz-Kreislauf-Systems. Der Vagusnerv ist an der Senkung der Herzfrequenz beteiligt, indem er die Freisetzung von Acetylcholin erhöht, das die Aktivität des Herzens reduziert. Dies ist eine wichtige Schutzfunktion des Körpers, um das Herz vor übermäßiger Belastung zu schützen und den Blutdruck zu regulieren.


Atmung und der Vagusnerv

Der Vagusnerv ist auch an der Regulierung der Atmung beteiligt. Er kontrolliert die Muskelbewegungen der Lunge und des Zwerchfells, um eine normale Atmung aufrechtzuerhalten. Wenn der Vagusnerv beeinträchtigt ist, kann dies zu Problemen wie Atemnot, Asthma und Schlafapnoe führen.


Vagusnerv und die Regulierung des Verdauungssystems:

Eine weitere wichtige Funktion des Vagusnervs ist die Regulierung des Verdauungssystems. Der Nerv kontrolliert die Sekretion von Magensäure und die Bewegung des Darms, um die Nahrung zu verdauen und die Nährstoffe aufzunehmen. Eine Störung des Vagusnervs kann zu Verdauungsproblemen wie Sodbrennen, Verstopfung oder Durchfall führen.

Darüber hinaus spielt der Vagusnerv eine wichtige Rolle bei der Regulierung des Immunsystems. Er moduliert die Entzündungsreaktionen im Körper und kann dazu beitragen, Autoimmunerkrankungen wie Rheuma oder Morbus Crohn zu unterdrücken.


Vagusnerv und das Enterische Nervensystem

Der Vagusnerv interagiert des weiteren eng mit dem enterischen Nervensystem (ENS), das auch als „zweites Gehirn“ bekannt ist und weitgehend autonom die Funktion des Gastrointestinaltrakts steuert. Der Vagusnerv versorgt das ENS mit Informationen aus dem zentralen Nervensystem und beeinflusst dadurch die Darmfunktion.


Der Vagusnerv und deine psychische Gesundheit:

Neben seinen physischen Funktionen hat der Vagusnerv auch einen Einfluss auf die mentale Gesundheit. Er hat eine beruhigende Wirkung auf den Körper und hilft extrem, Stress, Angstzustände und Depressionen zu reduzieren. Eine Technik namens Vagusnervstimulation (VNS) wird verwendet, um den Vagusnerv zu stimulieren und die Symptome von Depressionen und anderen psychiatrischen Störungen zu behandeln.

Es gibt selbst Hinweise darauf, dass der Vagusnerv eine Rolle bei der Verbesserung des Gedächtnisses und der Lernfähigkeit spielt. Eine Studie zeigte, dass VNS bei Ratten die Bildung von Gedächtnissen und die Konsolidierung von Informationen verbessert hat. Nicht schlecht, oder?


Vagusnerv in verschiedenen Philosophien

In einigen spirituellen Traditionen wird der Vagusnerv als ein wichtiger Bestandteil des Körpers betrachtet, der eine Verbindung zwischen Körper und Geist darstellt. Das liegt hauptsächlich daran, dass der Vagusnerv eine wichtige Rolle bei der Regulation des autonomen Nervensystems spielt und das Gleichgewicht zwischen Sympathikus und Parasympathikus bewahrt, was Ausgeglichenheit und spirituelle Präsenz fördert. Meditation reguliert den Vagusnerven sehr, das nur nebenbei.

In der Yoga-Philosophie wird der Vagusnerv auch als „Nadi“ bezeichnet, was so viel bedeutet wie „Energiekanal“. Die Energie des Körpers zu regulieren und den Fluss von Prana, der vitalen Lebensenergie, zu unterstützen, ist in dortiger Ansicht Hauptaufgabe des Vagus.

Einige spirituelle Praktiken, wie z.B. Achtsamkeitsmeditation, Yoga, Tai Chi und Qi Gong, helfen immens, den Vagusnerv zu stimulieren und zu aktivieren, was wiederum dazu führt, das Wohlbefinden zu verbessern und die Verbindung zwischen Körper und Geist zu stärken.

Weg von Stress, Depressionen und Schlaflosigkeit – den Vagusnerv aktivieren:

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Es gibt verschiedene Übungen, die dir easy helfen, den Vagusnerv allein von daheim aus / ohne technische Hilfsmittel zu stimulieren und zu aktivieren. Hier sind einige davon:

Atemübungen:

Eine der effektivsten Übungen zur Stimulierung des Vagusnervs ist die Atmung. Eine einfache Methode ist die 4-7-8-Atmung: Atme durch die Nase ein und zähle dabei bis 4, halte den Atem für 7 Sekunden an und atme dann langsam durch den Mund aus, während du bis 8 zählst. Wiederhole dies einige Male.


Gurgeln:

Gurgeln mit Wasser kann den Vagusnerv durch Druckreize und Kältestimulation stimulieren. Nimm einige Schlucke Wasser in den Mund und gurgle sie hin und her. Achte darauf, das Wasser nach einigen Sekunden auszutauschen, solltest du einen Würgereiz oder Unbehaglichkeit beim Gurgeln empfinden.


Singen:

Singen kann ebenfalls den Vagusnerv sehr gut stimulieren. Versuche, eine Melodie zu singen, die du magst oder die dich in eine entspannte Stimmung bringt. Bringe dabei deinen Fokus gezielt auf den Verlauf deiner Wirbelsäule und seitlich den Bereich hinter deinen Ohren, – vom Kopf hinab bis in den Steiß. Singe und versuche, deinen Körper „mitklingen“ zu lassen. Fokussiere ein visulelles Bild von deinem Vagusnerven und fühle, wie die Töne ihn „schwingen“ lassen.


Yoga:

Bestimmte Yoga-Übungen, wie z.B. der Fisch oder die Brücke, können den Vagusnerv toll stimulieren. Du kannst auch einfach oder zusätzlich meditieren oder Achtsamkeitsübungen durchführen – mit der Absicht, deinen Vagusnerv zu stimulieren. Nähere Anleitungen dazu findest du hier: YOGA VAGUSNERV


Kälteanwendungen:

Eine kalte Dusche oder das Waschen des Gesichts mit kaltem Wasser kann schon ganz einfach dazu beitragen, den Vagusnerv zu stimulieren. Du kannst sogar gezielt mit einem Eiswürfel hinter deinem Ohr seitlich entlang deines Halses streichen oder du nimmst den Eiswürfel für mehrere Sekunden in deinen Mund und presst ihn an deinen Gaumen – oder du hüpfst das nächste Mal einfach in´s kalte Wasser! Viel Spaß!


Massage:

Um den Vagusnerv von außen anzuregen, legst du einfach seitlich an den Hals beide Handflächen und machst sanft kreisende Bewegungen zwischen dem Ohr und deiner Schulter. An dieser Stelle verläuft der Vagusnerv und durch den leichten Druck wird die beruhigende und entspannende Wirkung erzielt. Eine Massage lässt sich auch hervorragend zu zweit ausführen!


Ernährung und die Funktion des Vagusnervs

Eine gesunde Ernährung trägt dazu bei, die Vitalität und Funktion deines Vagusnervs zu unterstützen. Hier sind einige Tipps:

Ballaststoffreiche Lebensmittel: Eine ballaststoffreiche Ernährung hilft, die Darmgesundheit zu unterstützen, die für eine optimale Funktion des Vagusnervs wichtig ist. Gute Quellen für Ballaststoffe sind zum Beispiel Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Samen, Obst und Gemüse.

Probiotika: Probiotika, die in fermentierten Lebensmitteln wie Joghurt, Kefir, Sauerkraut und Kimchi enthalten sind, fördern das Gleichgewicht der Darmflora und helfen, Entzündungen im Körper zu reduzieren, was wiederum den Vagusnerv positiv beeinflusst.

Omega-3-Fettsäuren: Omega-3-Fettsäuren, die in Fisch wie Lachs, Makrele und Hering sowie in Leinsamen, Walnüssen und Chiasamen enthalten sind, können dazu beitragen, Entzündungen im Körper zu reduzieren und die Herz-Kreislauf-Gesundheit zu unterstützen, was ebenfalls den Vagusnerv positiv beeinflusst.

Antioxidantien: Antioxidantien, die reichlich in Obst und Gemüse enthalten sind,helfen sehr, Entzündungen im Körper zu reduzieren und das Immunsystem zu stärken, was wiederum den Vagusnerv positiv beeinflusst.

Ausreichend Wasser: Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, vorzugsweise in Form von Wasser, kann dazu beitragen, die Darmgesundheit zu unterstützen und den Körper insgesamt zu hydratisieren, was ebenfalls den Vagusnerv positiv beeinflusst. So einfach ist das.


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Klappentext:
Können wir uns allein mit der Kraft der Gedanken heilen, ganz ohne Medikamente und Operationen? Zahlreiche dokumentierte Fälle beweisen: Krebspatienten haben ihre Erkrankung zum Verschwinden gebracht; Menschen, die unter Herzfunktionsstörungen, Depressionen, Arthritis oder Parkinson litten, wurden gesund – indem sie auf ein Placebo vertrauten! Andererseits wurden Menschen krank und starben sogar, weil sie sich als Opfer eines Fluchs oder Voodoo-Zaubers fühlten oder an eine fatale medizinische Fehldiagnose glaubten.
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