Bei der herkömmlichen Liebe sind bedingungen verknüpft - LIebe ist eigentlich bedingungslos
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Was ist „Liebe“? – eine einfache, leicht verdauliche Definition.

Hallo liebster Leser,

im Anbetracht der Wichtigkeit dieses Themas möchte ich dir hiermit die einfachste und grundlegendste Definition von Liebe geben und auch praktische Ansätze, wie dieses Verständnis bei allem helfen kann, was deine

  • Beziehungen,
  • Lebensqualität und den
  • Frieden der Welt

angeht.

Ja, richtig. Liebe ist das Gegenteil von Angst (nicht Hass, wie der Glaube weit verbreitet ist). Kriege entstehen, wo Liebe abwesend ist. Menschen leiden, wo Liebe abwesend ist. Dunkelheit und Trauer werden von Liebe aufgehoben.

Alles, was demzufolge Angst hervorruft ist eine Abwesenheit von Liebe.

Doch was ist Liebe?

Wenn man „Was ist die Definition von Liebe?“ in eine Suchmaschine eingibt, spuckt sie ungefähr folgende Erklärung aus:

Die genaue Definition von Liebe kann je nach Kontext, kulturellen Hintergrund und persönlicher Erfahrung variieren. Im Allgemeinen wird Liebe jedoch als ein starkes Gefühl der Zuneigung, Hingabe, Fürsorge, Verbundenheit und Wertschätzung gegenüber einer anderen Person, einer Sache oder einem Konzept beschrieben. Liebe kann verschiedene Formen annehmen, einschließlich romantischer Liebe, elterlicher Liebe, platonischer Liebe und Selbstliebe. Es ist ein komplexes emotionales Phänomen, das oft schwer in Worte zu fassen ist und sich im Laufe der Zeit verändern und entwickeln kann.

Einige Aspekte, die Liebe kennzeichnen können, sind:

  1. Zuneigung: Ein starkes positives Gefühl gegenüber einer Person oder Sache.
  2. Verbundenheit: Das Gefühl, emotional, geistig oder sogar spirituell mit einer anderen Person oder Sache vereint zu sein.
  3. Hingabe: Die Bereitschaft, Zeit, Energie und Ressourcen für das Wohlergehen und Glück einer geliebten Person aufzuwenden.
  4. Fürsorge: Die Fähigkeit und der Wunsch, sich um das Wohl einer anderen Person zu kümmern und sie zu unterstützen, wenn sie es braucht.
  5. Akzeptanz: Die Fähigkeit, eine Person oder eine Sache so anzunehmen, wie sie ist, mit all ihren Stärken und Schwächen.

… und was ist LIEBE wirklich? Die Kern-Wahrheit:

Liebe ist, etwas als Teil deines Selbsts zu sehen und – schlussfolgernd – dessen besten Interessen (Wohlergehen) als die eigenen anzunehmen.

Das war´s!

Nochmal zum kompletten Verständnis: LIEBE IST DIE FÄHIGKEIT, DAS GEGENÜBER (ODER SELBST) ALS TEIL DEINES SELBST`S ANZUSEHEN UND IN DEM BESTEN INTERESSE DESSEN ZU AGIEREN.

Alles, was du „liebst“ oder wo Liebe anwesend ist (nicht nur romantische, emotionale Liebe), bringt dich dazu, Verständnis zu entwickeln und hinter die Beweggründe eines Menschens zu blicken.

Jedoch ist Liebe, also das Integrieren von Etwas in das eigene Selbst und dessen Wohlergehen als Priorität zu haben, nicht auf einen Menschen begrenzt.

Wer die Erde zum Beispiel liebt, sieht sie als unzertrennbaren Teil des eigenen Selbsts und ist deshalb bewusst versucht, im besten Interesse der Erde zu handeln – (Thema Klimawandel, Naturschutz …).
Wer die Natur liebt, möchte sie verstehen und richtet sein Handeln und Tun nach dem Wohlergehen der natürlichen Ordnung an.

Wichtig, verstehen heißt nicht immer zustimmen!

Ein Trugschluss ist jedoch die Angst, alles als Gut und Richtig definieren zu müssen, wenn man bedingungslose Liebe üben und praktizieren will. Es ist nicht so, dass du allem zustimmen musst, was du verstehst! Wenn du einen Menschen verstehst und als Teil deines Selbsts nimmst, der evtl. in negativen Handlungen verstrickt ist, so stimmst du nicht zu und hakst das Handeln dieses Menschen nicht einfach als in Ordnung ab, nur weil du anfhängst, ihn näher zu betrachten – vielmehr bringt dich die Einsicht des Einsseins (- auch Du bist ein Teil meines Selbts, es gibt niemanden, mit dem ich nicht verbunden bin und der mir nicht irgendetwas wichtiges widerspiegelt) ein tiefes Mitgefühl mit sich, auf dessen Basis Einsichten, Inspiration und Weisheit entsteht, durch die Heilung entstehen kann.


Wie kann ich jemanden denn wirklich „verstehen“ und ihn als Teil meines Selbts sehen?

Versuche, dich zu allererst in die Lage der anderen Person zu versetzen und ihre Gefühle, Gedanken und Perspektiven zu verstehen, ohne deine eigenen Erfahrungen mitspielen zu lassen.
Gar nicht so einfach, oder? Wie alles im Leben benötigt auch dies einfach Übung!
– Angewandte Empathie ermöglicht es dir, eine tiefere Verbindung herzustellen und eventuell auch Einsichten in die Beweggründe eines Menschen zu erlangen und es ist daher lohnenswert, die Empathie weiter zu vertiefen!

Es hilft, sich mit einer Meditation oder einer Visualisierung darauf einzulassen, die Gefühle eines anderen nachzuvollziehen.

Ganz wichtig: sei offen für neue Ideen, verschiedene Meinungen und unterschiedliche Lebensweisen. Toleranz gegenüber Vielfalt und Unterschieden fördert Verständnis und Respekt für andere.

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Und wie funktioniert das bei anderem als Menschen?

Ganz einfach, genau gleich. Sieh´durch die Perspektive des zu verstehenden Gegenstands/Umstands und öffne dich der Perspektive dieses „Dings“. Was ist das Beste für die Erde? Welche Mechanismen gibt es, was wäre gut für sie? Wieso erwärmt sie sich?

Verständnis ist unumstritten die beste „Heilmethode“ für Angst, weil sie bedingungslose Liebe, also das Integrieren anderer Perspektiven und Bedürfnisse in das eigene Selbst (FÜRSORGE) aufleben lässt!


Die „Besten Interessen“, was sind diese?

Die Definition der besten Interessen (erstmal eines Menschen) ist ebenfalls abhängig von verschiedenen Faktoren, einschließlich der spezifischen Situation, des Kontextes und der Werte, die von der Person oder der Gesellschaft gehalten werden.

Aber leicht gesagt können die besten Interessen einer Person als die Handlungen, Entscheidungen oder Maßnahmen betrachtet werden, die ihr Wohlergehen, ihre Gesundheit, ihre Sicherheit und ihre langfristige Lebensqualität fördern.

Um die besten Interessen einer Person zu bestimmen, können grob folgende Aspekte berücksichtigt werden:

  1. Gesundheit und Sicherheit: Dies umfasst die physische, emotionale und psychische Gesundheit sowie den Schutz vor Gefahren und Risiken.
  2. Wohlergehen und Glück: Die Maßnahmen, die darauf abzielen, das allgemeine Wohlbefinden und die Lebenszufriedenheit zu fördern.
  3. Autonomie und Selbstbestimmung: Die Interessen einer Person sollten im Einklang mit ihren persönlichen Werten, Präferenzen und Lebenszielen stehen.
  4. Entwicklung und Wachstum: Die Förderung von Bildung, persönlicher Entwicklung und Hilfestellung bei der Heilung ungewünschter/kranker Muster im Leben.
  5. Berücksichtigung von individuellen Bedürfnissen: Die Interessen einer Person können von ihren individuellen Bedürfnissen, Fähigkeiten, Vorlieben und Umständen abhängen.

Wichtig ist, dass die Bestimmung der besten Interessen einer Person oft eine komplexe und nuancierte Bewertung erfordert, die verschiedene Perspektiven und Meinungen einbezieht, insbesondere wenn es um Entscheidungen geht, die ihre Zukunft, ihre Gesundheit oder ihre Lebensumstände betreffen.


Fazit: eine bessere Welt entsteht allein durch Liebe – bedingungsloser Liebe (nicht romantischer Liebe), weil …

  • nur durch das Bewusstsein der Verbundenheit aller Menschen und der Natur sind wir fähig, die besten Interessen aller in Betracht zu ziehen und uns nicht mehr narzisstisch zu verhalten
  • nur durch Verständnis verflüchtigt sich Angst (Abwesenheit von Liebe) und Kampf wird abnehmen
  • nur durch bedingungslose Liebe entsteht eine Welt, in der sich jedes individuum frei entfalten darf
  • kann die Gesellschaft wachsen und alte Muster auflösen, die Unterdrückung und Determinisimus fördern
  • gehen wir einen Schritt weiter auf die spirituelle/universelle Liebe zu, durch die wir im Kern sowieso alle verbunden sind – wir führen uns alle gemeinsam Stück für Stück nach Hause!

Was unterscheidet die romantische Liebe von der bedingungslosen Liebe?

Es schließt sich zunächst nicht aus, dass eine romantische Bezieung auch mit bedingungsloser Liebe geführt wird.

Romantische Liebe ist eine Form der zwischenmenschlichen Bindung, die durch intensive Emotionen, Zuneigung, Leidenschaft, und eine starke Anziehungskraft gekennzeichnet ist. Es handelt sich um ein tiefes Gefühl der Verbundenheit und Hingabe zwischen zwei Personen, die romantisches Interesse aneinander haben.

Anders als bei der natürlichen, reinen und bedingungslosen „Grund“-Liebe, sind folgende Merkmale typsch:

  1. Intensive Emotionen: Romantische Liebe beinhaltet oft intensive Gefühle wie Freude, Glück, Aufregung und Sehnsucht nach der geliebten Person.
  2. Zuneigung und Fürsorge: Romantische Partner zeigen ein starkes Maß an Zuneigung, Wertschätzung und Fürsorge füreinander. Sie sind bereit, Zeit, Energie und Ressourcen in die Beziehung zu investieren, solange die Beziehung aufrecht erhalten wird.
  3. Leidenschaftliche Anziehung: Romantische Liebe beinhaltet oft eine starke körperliche Anziehungskraft und Leidenschaft zwischen den Partnern.
  4. Verbundenheit und Nähe: Romantische Partner streben nach emotionaler Nähe und Verbundenheit miteinander. Sie teilen oft tiefe persönliche Gedanken, Gefühle und Träume miteinander, solange die Beziehung aufrecht erhalten wird.
  5. Bedingungen: anders als bei der bedingungslosen Beziehung finden viele romantische Beziehungen viele Bedingungen mit der Liebe verknüpft, die nicht immer das beste Interesse beider beteiligter mit einbezieht.

Dennoch ist die romantische Liebe ein natürlicher Effekt, der aus der Zusammenführung der Polaritäten erzeugt wird. Es ist nicht überraschend, dass wir uns oft unbewusst zu Partnern angezogen fühlen, die Merkmale an sich haben, die wir in unserem eigenen Inneren unterdrückt und verleugnet haben (negative und positive). Somit versucht das Selbst (unterbewusst) ein Ganz-werden durch die romantische Liebe zu jemandem, der diese verstoßenen Anteile / ungesehenen Anteile in sich trägt oder uns aufzeigt, welche Anteile in uns wir heilen dürfen.


Ein toller Nebeneffekt der bedingungslosen Liebe:

Keine Praxis zeigt dir deine eigenen, nicht geliebten Persönlichkeits-Anteile schneller und klarer auf, als praktisch angewandte LIEBE!

Denn alles, was du in deinem Umfeld (Menschen, Gegebenheiten, Dinge …) NICHT auf Anhieb Lieben kannst (also verstehen kannst und dich in dessen Perspektive hineinversetzen kannst), musst du anteilig irgendwie in dir selbst ablehnen.
Hört sich schräg und fern an? Sieh´nur:
Gibt es einen Teil in dir, der sich insgeheim wünscht, jemanden zurückzuverletzen, der dich verletzt hat? Nur, dass dieser Mechanismus einen Teufelskreis aus Leid erschafft, weil es immer einen Verlierer geben muss …

Um Heilung und Harmonie zu erschaffen ist es immer notwendig, die „Gegenseite“ (Selbst, wenn sie ein abgestoßener Teil im eingenen Selbst ist) zu verstehen.
Aber noch einmal: verstehen und nachvollziehen ist nicht das gleiche wie Zustimmung und für Gut empfinden.

Wann immer du mit etwas in deinem Leben konfrontiert wirst, das du stark ablehnst, darfst du genauer hinsehen und versuchen, dies bewusst als „einen Teil von dir“ zu sehen, den es noch zu verstehen gibt.
Das ist wirklich eine stark herausfordernde Aufgabe, das ist mir bewusst – denn wer von uns will sich schon eingestehen, dass in uns unter Umständen Anteile eines Gewaltverbrechers, Lügners, Dieb oder Narzissten lebt?

Wichtiger Hinweis:

Ps.: fange nicht mit den Härtefällen in unserer Gesellschaft an. Probiere bitte nicht blindlings, dich mit einem Vergewaltiger oder Mörder oder ähnlichem zu identifizieren und ihn zu verstehen – dieses Ausmaß an Verständnis und bedingungsloser Liebe ist etwas, in das man hineinwachsen muss und oftmals bedarf es bei diesen Randgruppen ein tiefes, psychiologisches Verständnis, um Einsicht in die Beweggründe schwerer Dysfunktionen zu haben.

Gehe so weit, wie du es dir zutraust und fordere einfach deinen Geist immer ein Stückchen mehr heraus. Tiefe Verbundenheit und Verständnis kristallisiert sich mit Übung heraus, nicht mit Druck und Widerstand!

Ich danke dir für deine Offenheit, diese Ansätze zumindest durchzudenken und freue mich, wenn ich dir den Begriff „LIEBE“ etwas weniger abstrakt gestalten konnte!


Viel Spaß beim bedingungslosen Lieben!


Es gibt ein Buch, das ich zum Thema Selbstfindung persönlich sehr empfehlen kann, weil es auch mir extrem geholfen hat, meine eigenen Schatten zu verstehen und alte Traumata in mir aufzulösen, um aktiv in die Richtung meiner Freude und Selbstliebe zu gehen:

Teal Swan: Den Schatten umarmen – Verletzungen der Seele heilen

Klappentext: Teal Swan überlebte jahrelangen Missbrauch durch ein Sektenmitglied, bevor sie im Alter von 19 Jahren ihrem Peiniger entkommen konnte und ihren persönlichen Heilungs- und Transformationsprozess in die Wege leitete. In diesem Buch nimmt sie die Leser mit auf diese Reise der Heilung und Befreiung – eine Möglichkeit für alle traumatisierten Menschen, sich selbst wieder zur Ganzheit zu führen und die Blockaden der Vergangenheit ebenso wie die Angst vor der Zukunft zu überwinden. Aufbauend auf ihren großen außersinnlichen Fähigkeiten sowie Aspekten der Arbeit mit dem inneren Kind und der Schattenarbeit, hat Teal Swan einen revolutionären 18-Schritte-Prozess zur Heilung jeglicher Verletzungen aus der Vergangenheit, aber auch aktueller Probleme entwickelt. Nach dem Durchlaufen dieses ‚Completion‘-Prozesses genießen wir ein höheres Selbstwertgefühl und die Sicherheit, dass das Leben wieder gut werden kann.

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