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Die 13 bekanntesten Aberglauben und ihre Ursprünge – woher kommen die Bräuche?

Hallo liebste Leserin, hallo liebster Leser,

Aberglauben sind fest in vielen Kulturen verankert und spiegeln oft tief verwurzelte Ängste und Hoffnungen wider. Und ganz ehrlich, wer von uns sagt nicht direkt „Wünsch dir was“, wenn er eine Sternschnuppe sieht oder „geh nicht unter einer Leiter durch, das bringt Unglück!“.
Ich schon, zugegebenermaßen! Doch woher kommen all diese Bräuche, Ammenmärchen und Glauben? Was ist an ihnen dran?

Lies es hier nach, du wirst staunen!


Was bedeutet „Aberglauben“ denn überhaupt genau?

Aberglauben bezeichnen typischerweise Überzeugungen oder Praktiken, die auf irrationalen oder übernatürlichen Annahmen beruhen und oft ohne wissenschaftliche Grundlage bestehen. Sie können Ängste und Hoffnungen widerspiegeln und dienen oft dazu, unerklärliche Phänomene zu deuten oder zu beeinflussen und selbsterfüllende Prophezeihungen zu begünstigen.

Das Wort „Aberglauben“ stammt übrigens aus dem Althochdeutschen „aber“, was „über“ oder „gegen“ bedeutet, und „glauben“. Es bedeutet also ursprünglich „falscher Glaube“ oder „Glaube gegen die wahre Religion“. Es wurde verwendet, um Glaubensvorstellungen und Praktiken zu beschreiben, die von der offiziellen Kirche abgelehnt oder als unvernünftig betrachtet wurden.


1 Einen Wunsch äußern, wenn man eine Wimper verliert

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Der Brauch, bei einer verlorenen Wimper einen Wunsch zu äußern, stammt aus verschiedenen Kulturen und hat sich als liebenswerter Aberglaube erhalten. Es wird hier angenommen, dass Wimpern wegen ihrer Nähe zum Auge – dem Fenster zur Seele – eine besondere Verbindung zu persönlichen Wünschen und Träumen haben. Der Ritualablauf beinhaltet typischerweise, dass die gefundene Wimper auf den Finger gelegt wird; pustet man sie weg und sie fliegt ohne Zögern davon, soll sich der Wunsch erfüllen. Dies symbolisiert das Loslassen von Wünschen ins Universum, wo sie Wirklichkeit werden können.


2 Schuhe auf dem Tisch bringen Unglück

Es heißt, dass das Platzieren von Schuhen auf dem Tisch Unglück bringt. Dieser Aberglaube könnte seinen Ursprung in alten Bergarbeitertraditionen haben. Wenn ein Bergarbeiter starb, wurden seine Stiefel auf den Tisch gestellt, um seinen Tod zu signalisieren. Daher wurde es als ein böses Omen betrachtet, wenn Schuhe auf den Tisch gestellt wurden, da dies mit Tod und Unglück assoziiert wurde. Heute ist es oft eher eine Frage der Etikette und Hygiene, dass Schuhe nicht auf den Tisch gehören.


3 Ein zerbrochener Spiegel bringt sieben Jahre Unglück

Dieser Aberglaube geht auf die Römer zurück, die glaubten, dass Spiegel die Seele eines Menschen einfangen können. Ein zerbrochener Spiegel bedeutete demnach, dass die Seele beschädigt wurde und sieben Jahre benötigte, um zu heilen. Die Zahl sieben kommt von der römischen Überzeugung, dass das Leben sich in sieben Jahreszyklen erneuert.


4 Schwarze Katzen (von links) bringen Unglück

Der Aberglaube, dass eine schwarze Katze, die von links nach rechts den Weg kreuzt, Unglück bringt, hat seine Wurzeln in mittelalterlichen europäischen Mythen und der Hexenverfolgung. Schwarze Katzen wurden oft mit Hexerei und bösen Mächten in Verbindung gebracht, da man glaubte, sie seien die Begleiter oder sogar verkleidete Formen von Hexen. Die spezifische Richtung von links könnte auf alte Überzeugungen zurückgehen, dass die linke Seite (lateinisch „sinister“) traditionell mit dem Bösen oder Pech verbunden war. Diese alte Vorstellung hat sich bis heute erhalten.


5 Unter einer Leiter hindurchgehen bringt Unglück

Das Durchgehen unter einer Leiter soll Unglück bringen, ein Aberglaube, der bis ins antike Ägypten zurückreicht. Eine aufgeklappte Leiter bildet ein Dreieck, das als Symbol der Heiligen Dreifaltigkeit betrachtet wurde. Das Durchbrechen dieses Dreiecks galt als Sakrileg. Im Mittelalter wurde dieser Glaube weiter verstärkt, indem man glaubte, dass Leitern Hexenwerkzeuge seien.


6 Salz über die linke Schulter werfen

Salz galt in vielen Kulturen als wertvoll und reinigend. Der Aberglaube, Salz über die linke Schulter zu werfen, entstand aus der Überzeugung, dass böse Geister von links kommen. Durch das Werfen des Salzes über die linke Schulter sollten diese Geister vertrieben werden. Diese Praxis hat ihren Ursprung im antiken Rom und hat sich im Laufe der Jahrhunderte weiterentwickelt.


7 Der Aberglaube an Freitag, den 13.

Im Christentum wurde Jesus Christus an einem Freitag gekreuzigt, was diesen Tag schon als unglücklich markierte. Zudem gab es beim letzten Abendmahl dreizehn Personen, und der dreizehnte Gast war Judas, der Jesus verriet. Diese beiden Faktoren (Freitag und die Zahl 13) wurden so mit Unglück und Verrat assoziiert.

Nordeuropäische Mythologie: In der nordischen Mythologie war Loki, der Gott des Unfugs und des Bösen, der dreizehnte Gott in der Götterversammlung. Diese Erzählungen trugen zur negativen Konnotation der Zahl 13 bei.

Historische Ereignisse: Ein prominentes historisches Beispiel ist der Freitag, der 13. Oktober 1307, als der französische König Philipp IV. die Verhaftung und spätere Hinrichtung vieler Tempelritter anordnete. Diese Ereignisse trugen zur Verstärkung des Aberglaubens bei.

Mathematische und Kulturelle Aspekte: Die Zahl 12 gilt in vielen Kulturen als Symbol der Vollständigkeit (z.B. 12 Monate, 12 Apostel). Die Zahl 13, die diese Vollständigkeit überschreitet, wurde als störend und unheilvoll betrachtet.


8 Schluckauf bedeutet, dass jemand an dich denkt

Ein weit verbreiteter Aberglaube besagt, dass man Schluckauf bekommt, wenn jemand an einen denkt. Dieser Glaube könnte aus dem Bedürfnis entstanden sein, unerklärliche körperliche Phänomene mit sozialer Interaktion zu verbinden. In vielen Kulturen gibt es ähnliche Überzeugungen, die das Gefühl von Verbundenheit und sozialer Nähe stärken sollen. Es ist eine humorvolle Art, einem lästigen Schluckauf eine positive Bedeutung zu geben und gleichzeitig das Gefühl zu haben, dass man in den Gedanken von jemand anderem präsent ist.


9 Auf Holz klopfen

Der Brauch, auf Holz zu klopfen, um Pech abzuwehren, ist in vielen Kulturen verbreitet. Dieser Aberglaube hat vermutlich seine Wurzeln in alten heidnischen Religionen. Man glaubte, dass Geister oder Götter in Bäumen wohnten, und durch das Klopfen auf Holz konnte man diese wohlwollenden Wesen um Schutz und Glück bitten. Eine andere Theorie besagt, dass das Klopfen auf Holz eine symbolische Handlung ist, um die Aufmerksamkeit von bösen Geistern abzulenken und Unglück zu vermeiden.


10 Der Glücksbringer Kleeblatt

Das vierblättrige Kleeblatt gilt seit langem als Symbol des Glücks. Dieser Aberglaube stammt aus der keltischen Kultur. Die Druiden, die Priesterklasse der Kelten, glaubten, dass das vierblättrige Kleeblatt besondere magische Eigenschaften besaß und Schutz vor bösen Geistern bot. Da vierblättrige Kleeblätter selten sind, galt ihr Fund als besonderes Glückszeichen.


11 Knoblauch gegen Vampire

Der Aberglaube, dass Knoblauch Vampire abwehrt, wurzelt in seinen antiken medizinischen Anwendungen und der Rolle als Schutzmittel gegen das Böse. Knoblauch, der Krankheiten abwehren konnte, wurde in vielen Kulturen als Symbol gegen böse Geister und Hexen gesehen. Diese Überzeugungen verstärkten sich durch seine blutreinigenden Eigenschaften, ideal gegen blutsaugende Vampire. Im 19. Jahrhundert verfestigte sich dieses Bild durch Bram Stokers „Dracula“, der Knoblauch als Vampirschutz darstellte. Besonders in Osteuropa, wo der Vampirglaube verbreitet war, wurde Knoblauch traditionell zur Abwehr verwendet, eine Praxis, die bis heute in der Popkultur präsent ist.


12 Der Schornsteinfeger bringt Glück

Der Aberglaube, dass Schornsteinfeger Glück bringen, stammt aus dem mittelalterlichen Europa. Schornsteinfeger waren für die Reinigung von Schornsteinen zuständig, was eine lebenswichtige Aufgabe war, um Hausbrände zu verhindern und die Gesundheit der Bewohner zu schützen. Aufgrund ihrer Rolle als Lebensretter und Beschützer vor dem gefährlichen Ruß wurden sie oft als Glücksbringer angesehen. In vielen Kulturen glaubt man, dass es Glück bringt, einen Schornsteinfeger zu berühren, insbesondere am Neujahrstag. Dieser Glaube hat sich gehalten und Schornsteinfeger werden oft bei Hochzeiten eingeladen, um dem Paar Glück zu wünschen.


13 Sternschnuppe zur Wunscherfüllung

Der Aberglaube, dass das Wünschen auf eine Sternschnuppe Glück bringt, hat seine Ursprünge in der Antike. Frühe Kulturen sahen Sternschnuppen als Boten oder Bruchstücke der Götter an, die den Himmel durchquerten. Dies führte zu dem Glauben, dass Götter in dem Moment, in dem eine Sternschnuppe erscheint, besonders aufmerksam auf die Erde schauen. Das Wünschen auf eine Sternschnuppe wird daher als eine einmalige Gelegenheit angesehen, einen Wunsch direkt an die Götter zu senden, in der Hoffnung, dass er in diesem magischen Moment erhört wird.

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